Günther Förg: Kunsthalle Bremen – Fotografie (Snoeck, 2006)

Since the early 70’s, Günther Förg has been producing an extensive body of work, including experiments on abstraction and monochrome painting, against the general trend of figurative painting predominant in Germany in the 80’s. Wall paintings, bronze sculptures, large format photographs, portraits or architectural views, as well as drawings and graphics witness the diversity of his approach.This book, with its sequence of photographs arranged by the artist completely himself, mixes a selection of his photographic works.

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Anne, 1984 © Günther Förg; © Snoeck, Köln, 2006
Günther Förg-002
IG-Farben-Haus, Frankfurt, 1996 © Günther Förg; © Snoeck, Köln, 2006
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Haus Lange, Krefeld, 1986 # Ika, 1985 © Günther Förg; © Snoeck, Köln, 2006
Günther Förg-004
München, 1986 # Pinakothek, München, 1986 © Günther Förg; © Snoeck, Köln, 2006
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Asilo d`ìnfanzia >>Sant Elia<< , Como, 1985/86 # Ika, 1985 © Günther Förg; © Snoeck, Köln, 2006

“Begonnen hat die Fotoleidenschaft des Malers und Bildhauers in Cinécitta, der heruntergekommenen Filmstadt bei Rom. Schon damals ging es Förg nicht darum, blätternden Putz zu dokumentieren oder besondere Konstruktionen hervorzuheben, sondern – wie im Kino – einer Atmosphäre nachzuspüren:

“Ich sehe meine Arbeit jetzt nicht als klassische Architekturfotografie, dazu ist es wirklich zu dilettantisch gemacht, mit der Filmkörnigkeit, mit der Unschärfe. Viele Fotografen hassen ja meine Arbeit, und die sagen ‘Das ist der letzte Dreck!’ Aber ich meine, das ist eine emotionale Beschreibung von einem Gebäude.”
[…]
Bei Förg dagegen geht’s um Frauen. Frauengesichter tauchen – als Porträt aus geradezu intimer Nähe fotografiert – plötzlich zwischen den menschenleeren Architekturen auf.
[…]
So hat Förg mit seinen Fotos nicht nur versucht, hinter und in spröden Fassaden die Architekturgeschichte aufdecken, sondern auch, den sich in all diesen Großformaten spiegelnden Betrachter zu Geschichten zu inspirieren. Dahinter steckt aber auch die Absage an sterile Konzepte und serielle Hochglanzbilder, die in Förgs Augen der Grenze zur Werbeästhetik allzu nahe kommen:

“Die Kunstfotografie, die langweilt mich immer mehr, das ist gähnende Leere. Was interessiert mich ein Prada-Shop – interessiert mich nicht! Und die Konsequenz war, daß ich sagte, ich höre jetzt mehr oder weniger mit der Fotografie auf. Mich interessiert Malerei.”

Über mehr als zwanzig Jahre hat es Günther Förg immer wieder geschafft, mit seinen erfrischend unkonventionellen, sowohl den Gesetzen der Zentralperspektive als auch den technischen Standards der Zunft spottenden Fotos Architekturmonumente aus ihrer Verankerung zu reißen, ihnen ganz eigentümliche, neue Bilder abzugewinnen.” Deutschlandradio Kultur(http://www.deutschlandradiokultur.de/gefuehl-und-groesse.1013.de.html?dram:article_id=166098)

Günther Förg-006
Colonia >>28 ottobre <<, Marina di Massa, 1986 © Günther Förg; © Snoeck, Köln, 2006
Günther Förg-007
Michaela, 1986 # Turin, 1986 © Günther Förg; © Snoeck, Köln, 2006
Günther Förg-008
IG-Farben-Haus, Frankfurt, 1996 © Günther Förg; © Snoeck, Köln, 2006
Günther Förg-009
© Günther Förg; © Snoeck, Köln, 2006
Günther Förg-010
Prag, 1994 © Günther Förg; © Snoeck, Köln, 2006

Please note: All images and texts are protected by Copyright and belong to the Artist.

Artist:http://www.maxhetzler.com/artists/gunther-forg

Publisher: http://www.snoeck.de/book/219/Kunsthalle-Bremen-%E2%80%93-Fotografie

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